Zwei Sonderausstellungen im Städtischen Museum Eisenhüttenstadt
Am Samstag, 17. Oktober 2026, um 11.00 Uhr eröffnet das Städtische Museum Eisenhüttenstadt gleich zwei Ausstellungen: Der Eisenhüttenstädter Fotograf Bernd Geller präsentiert anlässlich seines 70. Geburtstags die Ausstellung Zeitreise Vom analogen Bild zur digitalen Datei. Außerdem zeigen die Kuratoren und Ausstellungsmacher Susann Hellemann und Dr. Lothar Binger zum dritten Mal ihre Sonderausstellung Handwerk Werke der Hand in der Galerie des Städtischen Museums.
Zeitreise Vom analogen Bild zur digitalen Datei
Seit sechs Jahrzehnten dokumentiert Bernd Geller seine Heimatstadt Eisenhüttenstadt mit der Kamera. Seine Ausstellung zeichnet die Entwicklung der Stadt von den 1970er-Jahren bis heute nach. Die Fotografien erzählen vom Leben, Arbeiten und Zusammenleben in unterschiedlichen Epochen von Aufbruch und Veränderung, von verwirklichten und verworfenen Vorstellungen, aber auch von Lebensfreude und dem Stolz auf das Erreichte.
Die Ausstellung ist in vier thematische und zeitliche Bereiche gegliedert. Eine besondere Rolle spielt das EKO, das heutige ArcelorMittal Eisenhüttenstadt: Es prägt nicht nur Gellers Leben und fotografisches Schaffen, sondern auch die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Ein weiterer Schwerpunkt ist die DDR-Zeit, die den jungen Fotografen und den Fotozirkel des EKO prägte. Die Wendezeit wiederum war von den Bemühungen bestimmt, Arbeitsplätze zu erhalten und die Zukunft der Region zu sichern. Die Ausstellung führt bis in die Gegenwart und lädt dazu ein, auf das Erreichte zurückzublicken.
Handwerk Werke der Hand
Die Sonderausstellung widmet sich der Geschichte und Kultur verschiedener Handwerke von der Nahrungsmittelproduktion über Bekleidung und Textilherstellung bis hin zu Möbel- und Hausbau, Metallverarbeitung und Druck. Gezeigt werden Werkzeuge und Produkte aus dem Mittelalter bis in die Zeit der DDR. Insgesamt stellt die Ausstellung mehr als hundert Gewerke und Handwerksberufe vor, darunter viele, die heute kaum noch bekannt oder längst verschwunden sind.
Im Mittelpunkt stehen die bedeutendsten Zünfte der historischen Städte, die sogenannten Viergewerke. Dazu zählten vielerorts Bäcker, Fleischer, Schuhmacher und Tuchmacher. Auch Schneider, Tischler und Schmiede werden vorgestellt. Eine eigene Station beleuchtet die Bedeutung von Frauen im Handwerk. Interaktive Module und Mitmachangebote laden dazu ein, das Thema zu vertiefen und selbst aktiv zu werden.
Zahlreiche Exponate aus der Sammlung des Städtischen Museums Eisenhüttenstadt ergänzen die Ausstellung.
Die Ausstellungen können bis zum 26. Februar 2027 besucht werden.
17.10.2026 bis 26.02.2027
11:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Eisenhüttenstadt
6,00 €
