"Das Weite suchen" - Ausstellungsrundgang
Ausstellungsrundgang mit der Kuratorin Dr. Anja Tack
Das Weite suchen lädt mit Fotografien von 1983 bis 1995 dazu ein, sich mit der Transformation Ostdeutschlands auseinanderzusetzen und neue Perspektiven zu entdecken.
In der späten DDR, in der die Zeit still zu stehen schien und sich gleichzeitig Aufbrüche abzeichneten, fanden Fotograf:innen Bilder für das Geschehen. In den fünf Kapiteln der von Anja Tack und Isabel Enzenbach kuratierten Ausstellung Jungsein, Arbeit, Lebensräume, Körper und Gewalt kommt eine Gesellschaft im Umbruch ins Bild, deren sich verändernde Bedingungen auch die Arbeit mit der Kamera prägten.
Oft sind die Meinungen, wie das Leben in der DDR war und wie der Einigungsprozess verlaufen ist, verhärtet. Selbst bei Menschen, die die Zeit nicht bewusst erlebt haben. Mit den Fotografien wollen wir einen offenen Zugang schaffen. In kurzen Texten erzählen wir die Entstehungszusammenhänge der Bilder. So beschreibt Isabel Enzenbach den Ansatz der Ausstellung.
Der Fokus der Aufnahmen liegt auf Brandenburger Lebensrealitäten und macht gleichzeitig Spannungen und Erschütterungen sichtbar, mit denen auch die heutige Gesellschaft umgehen muss. Denn aktuelle Fragen nach Freiheit, Identität und gesellschaftlichem Wandel stehen mit dem langen Jahrzehnt der Wende in direktem Zusammenhang.
Anja Tack zur Übernahme der Ausstellung: Ich bin sehr gespannt, wie die Ausstellung in Eisenhüttenstadt wahr- und auch angenommen wird. Es wäre wunderbar, wenn wir auch dort zu einem Austausch über die Zeit der 1980er und 1990er anregen könnten, den Besuchenden Raum für einen Erfahrungsaustausch bieten. Ich freue mich auf das Publikum in Eisenhüttenstadt.
Mit Fotografien von: Tina Bara, Christiane Eisler, Christian Fenger, Anselm Graubner, Annette Hauschild, Jürgen Matschie, Ute Mahler, Peter Oehlmann, Merit Schambach (geb. Pietzker), Joachim Richau, Ludwig Rauch, Barbara Wolff
12.07.2026
14:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Eisenhüttenstadt
42,00 €
ermäßigt. Schüler:innen, Student.innen, Azubis, Senior:innen, Schwerbeschädigte, Arbeistsuchende
