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Die Innenstadt

Die ehemalige Stalinstadt wurde als Planstadt und „Erste sozialistische Stadt auf deutschem Boden“  ab 1950 errichtet. Ihr baukultureller Wert liegt in dem Anspruch an eine Idealstadt, in der sich in den 1950er und 1960er Jahren Arbeit und Wohnkomfort mit sozialer Lebensqualität zu einem politisch- kulturellen Gemeinwesen verbinden sollten. Das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR sowie Städtebau und Architektur und großzügig
angelegte Grünflächen, von künstlerischen Arbeiten aufgewertet, vermitteln unverwechselbare Impressionen zur Geschichte und Entwicklung der Stadt.

 
 

Flächendenkmal

Wohnkomplexe I-III und Lindenallee

Wer in der Eisenhüttenstädter Innenstadt lebt, wohnt fast immer im Denkmal. Die Stadt ist - in Gestalt der Wohnkomplexe I bis IV - die erste gänzlich durchgeplante und organisierte Stadtgründung der DDR, basierend auf den „Sechzehn Grundsätzen des Städtebaus“.

Die Stadt, ursprünglich für 30.000 Einwohner geplant, sollte zu einer Idealstadt in Deutschland werden, wo sich Arbeit und Wohnkomfort mit sozialer Lebensqualität zu einem politisch-kulturellen Gemeinwesen verbinden. Auf Grundlage der städtebaulichen Planung des Architekten Kurt W. Leucht ist das Prinzip, die Stadt in vier Wohnkomplexen (WK) mit Zentrum und den notwendigen Einrichtungen des Gemeinbedarfs zu gestalten, konsequent realisiert worden.

Stadtgrundriss
Stadtgrundriss

                                                                                                                                               Planung Kurt W. Leucht (Stand: 1953)


Das Stadtmodell im Rathaus Eisenhüttenstadt

Nach dem Zusammenschluss mit Fürstenberg (Oder) im Jahr 1961 und durch die nach dem Ausbau des Hüttenwerks notwendigen Stadterweiterungen (Wohnkomplexe V bis VII) stieg die Einwohnerzahl auf 53.000 Einwohner. Mit dem Strukturwandel nach der politischen Wende setzte ein Schrumpfungsprozess ein, der sich vor allem am Rückgang der Einwohnerzahlen und letztlich dem Abriss von Wohngebäuden festmacht. Entsprechende Eingriffe in die Bebauungsstruktur sind in Form gestrichelter Linien gekennzeichnet. Das Gelände des Integrierten Hüttenwerks (ArcelorMittal) und des Ortsteils Diehlo befindet sich außerhalb der Modellgrenzen. Die unterschiedlichen Entwicklungsabschnitte der Stadt sind im Modell gut ablesbar: der mittelalterliche Städtebau im Ortsteil Fürstenberg (Oder), Dorf- und Siedlungsstrukturen in Schönfließ, die Wohnkomplexe I bis IV als "sozialistische Idealstadt“ und die durch die industrielle Bauweise geprägten Wohnkomplexe V bis VII.





Das Werk

Stadtrundgang "Die Planstadt zu Fuss entdecken"

Stadtführungen können über unseren Tourismusverein gebucht werden.

Sie können das Flächendenkmal auch mit Hilfe des Flyers selber erkunden. Vor den Gebäuden finden Sie auch nützliche Pultschilder, welche ebenfalls Informationen liefern.

Flyer “Die Planstadt zu Fuss entdecken“

Den Rundgang direkt erleben -->Stadtrundgang Planstadt


Tourismusinformation

Tourismusverein Oder-Region e.V. (TOR)
Lindenallee 25
15890 Eisenhüttenstadt
Tel: +49 (0) 3364 41 36 90
tor-eisenhuettenstadt@t-online.de
www.tor-eisenhuettenstadt.de


Öffnungszeiten:

Montag: 09:00 - 15:00 Uhr
Dienstag: 09:00 - 15:00 Uhr
Mittwoch: 09:00 - 15:00 Uhr
Donnerstag: 09:00 - 17:00 Uhr
Freitag: 09:00 - 13:00 Uhr
von Mai - September auch zusätzlich: Samstag: 10:00 - 14:00 Uhr