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Stadtumbau

Eisenhüttenstadt hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten stark verändert. Bis 1989 war die Entwicklung der Stadt durch einen stetigen Bevölkerungsanstieg und die Errichtung neuer Wohngebiete gekennzeichnet. Nach der politischen Wende verlief diese Entwicklung, wie in vielen Städten und Gemeinden der neuen Bundesländer, genau gegensätzlich. Der tief greifende Strukturwandel hatte in Eisenhüttenstadt den Verlust vieler Arbeitsplätze insbesondere in der Stahlin-dustrie zur Folge. Viele Menschen zogen fort.
Auch die natürliche Einwohnerentwicklung (der demographische Wandel) und die Wanderungsbewegungen in den neunziger Jahren ins direkte Umland (i.d.R. der Fortzug ins Eigenheim), führten zu einem anhaltenden Bevölkerungsrückgang.

Im Stadtbild wurden die oben genannten Veränderungsprozesse Ende der 1990er Jahre deutlich sichtbar im zunehmenden Leerstand von Wohnungen, Geschäften und Infrastruktureinrichtungen. Im Stadtzentrum, insbesondere in den Wohnkomplexen I, II und III, bestand akuter Handlungsbedarf zur Erhaltung und Sanierung der denkmalgeschützten Bausubstanz.

 WK I vor der Sanierung

 WK II vor der Sanierung

 WK III vor der Sanierung

Seit 2002 arbeitet Eisenhüttenstadt mit Unterstützung des Bundes und des Landes Brandenburg daran, dieser Situation aktiv zu begegnen. Der Stadtumbau stellt eine wichtige kommunalpolitische Aufgabe dar, um eine zukunftsfähige und lebenswerte Stadt zu gestalten.

 WK I nach der Sanierung

 WK II nach der Sanierung

 WK III nach der Sanierung

                                                        
Ziel des Stadtumbaus ist die langfristige Stabilisierung der städtischen Strukturen unter neuen Bedingungen. Der Stadtumbau ist integrativer Bestandteil einer Stadtentwicklung, die nicht ausschließlich auf „Wachstum“ begründet ist und kann nur im Zusammenspiel von Aufwertung und Abriss gelingen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung des Stadtumbaus ist eine zwischen allen wichtigen Akteuren der Stadtentwicklung abgestimmte Stadtumbaustrategie.

Stadtumbau stellt einen lang andauernden Prozess dar. Absehbar ist, dass dieser Prozess deutlich über das Jahr 2020 hinausgehen wird. Dabei ist eine fortwährende intensive Abstimmung der Akteure aus Politik und Verwaltung, Wohnungswirtschaft und anderen Beteiligten notwendig. Die Bewohner der Stadt sind wesentlicher Teil dieses Prozesses. Nur durch ihre Information und Einbindung kann der Stadtumbau gelingen.


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