80. Unternehmensbesuch


Am 25. November besuchte ich die Fa. ArcelorMittal Eisenh√ľttenstadt Recycling GmbH - kurz AMERG, die mit ihren ca. 100 Mitarbeitern das Leistungsspektrum Schrottmanagement, Schlackemanagement und Reststoffmanagement abdeckt. Bereits seit M√§rz 2010 besuche ich gemeinsam mit der der Bereichsleiterin f√ľr Wirtschaftsf√∂rderung, Sabine Oberlein, die Unternehmen der Stadt, um mir vor Ort ein Bild zu machen.
Denn Wirtschaftsförderung ist nicht nur Investorenwebung und Tourismusentwicklung sondern vor allem auch Bestandspflege, auch wenn die Verwaltung die wirtschaftliche Großwetterlage nicht beeinflussen kann.

Die Auswahl f√ľr die Firmenbesuche erfolgt nach dem Prinzip der Branchenvielfalt, wobei die Firmengr√∂√üe, die Arbeitskr√§fteanzahl oder gar die Bedeutung der Firma keine Rolle spielen. So wurden auch Kleinunternehmen mit 1 Angestellten, wie die Firma Computer Service Schmiedel, besucht, als auch die Firma FME mit mehr als 200 Arbeitskr√§ften. Gerade die kleinen und mittleren Untenehmen bilden das R√ľckgrat der Wirtschaftskraft Eisenh√ľttenstadts. So sind viele professionelle Dienstleiter und Kleinunternehmer hier: wer kennt schon die Firma A+B Hides, die Am Kanal 8, Rinderh√§ute aufbereitet und f√ľr die Lederindustrie vorbereitet. Oder wer wei√ü schon, dass die Fa. SOKOL-Therm mobile Gl√ľhanlagen baut, die weltweit zum Einsatz kommen.

Wirtschaftsförderung ist aber auch Vertrauenssache. In den Gesprächen, die neben allgemeinen Informationsaustausch vor allem die Sorgen und Nöte der Unternehmer zum Inhalt haben, gibt es nicht immer nur positives zu berichten.
Themen, die im offenen Gespr√§ch dargelegt werden, sind z.B. der Mangel an gut ausgebildetem Fachpersonal, speziell ingenieurtechnisches Personal, das sinkende Auftragsvolumen sowie die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. In dem ca. einst√ľndigen Informationsaustausch werden aber auch weitere Probleme der Unternehmer aufgenommen, die wir in der Verwaltung kl√§ren k√∂nnen.

Wenn man bedenkt, dass es in Eisenh√ľttenstadt rund 1.000 Unternehmen gibt, vom Dentallabor mit 2 Mitarbeitern bis ArcelorMittal mit √ľber 2.000 Arbeitskr√§ften, ist es kaum zu schaffen, alle Firmen zu besuchen. Aber die gute Tradition wird fortgesetzt und die n√§chsten Staffel sind in Vorbereitung, denn nur in einem vertrauensvollen Dialog zwischen Verwaltung und Wirtschaft ist es m√∂glich, entsprechend zu reagieren und Schwerpunkte f√ľr die weitere wirtschaftsf√∂rdernde und strategische Ausrichtung zu setzen.



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