Nachhaltige Stadtentwicklung


 

Voraussetzung für die Förderung der „Nachhaltigen Stadtentwicklung“ war die Erstellung eines „Integrierten Stadtentwicklungskonzepts“ (INSEK). Dieses besteht aus zwei Teilen: Im ersten Teil (siehe Rubrik INSEK) werden, nach einer umfangreichen Bestandsanalyse und Betrachtung der Rahmenbedingungen der Stadtentwicklung, Leitbilder und Entwicklungsziele und daraus wiederum Handlungsstrategien und -felder abgeleitet. Daraus gehen im zweiten Teil (siehe unten) Schlüsselmaßnahmen für die Stadtentwicklung hervor. Auf diese Schlüsselmaßnahmen konzentriert sich die Förderung im Rahmen des Programms.

In Eisenhüttenstadt orientieren sich die Schlüsselmaßnahmen und die programmatische Ausrichtung der „Nachhaltigen Stadtentwicklung“ an dem räumlichen Leitbild einer vernetzten Stadtlandschaft. Der Bevölkerungsrückgang und die damit verbundenen Abrisse von Wohn-, Gewerbe- und Infrastrukturgebäuden stellt Eisenhüttenstadt vor dem Hintergrund einer effizienten Nutzung von Ressourcen vor neue Herausforderungen. Der Schrumpfungsprozess bietet gleichzeitig Chancen, Teile der Stadt aufzuwerten und neue Lebensqualitäten zu erzielen.

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Räumliches Leitbild

Obwohl man bei der Entstehung und Planung der Stadt in den 1950er Jahren eigentlich eine kompakte Stadt anstrebte, bildete sich im Wechselspiel gestalteter und nicht gestalteter, bebauter und nicht bebauter Flächen frühzeitig der Charakter einer Stadtlandschaft heraus. Bei der Entwicklung wurde schon immer großer Wert auf landschaftliche Bezüge gelegt. Die Verbindung der Stadt zur umgebenden Landschaft fand eine konsequente Umsetzung bei der Gliederung der Wohnkomplexe, die sich häufig an dem Motiv der Allee (Heinrich-Heine-Allee, Pawlowallee, Erich-Weinert-Allee etc.) oder des „Angers“ (WK IV, WK V, WK VI) orientierte.


Im Zuge des Einwohnerrückgangs und Rückbautätigkeit in Eisenhüttenstadt verstärkt sich der Charakter einer Stadtlandschaft. Es birgt aber inzwischen auch die Gefahr, dass bestimmte Bezüge verlorengehen.
Die Zukunft Eisenhüttenstadts besteht in der Vielfalt der verschiedenen Orte (WK I-IV, Fürstenberg (Oder), Schönfließ, Diehlo etc.), die – eingebettet in eine weitläufige Landschaft – jeweils durch eine eigene Struktur, Bedeutung oder Geschichte den Zusammenhang der Stadt ausmachen.

Bezogen auf die Metapher des Netzes stellt sich die Frage nach den „Knoten“, die das Netz zukünftig zusammenhalten, heißt es im Vorwort des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes. Mit Netz ist die weitläufige Stadtlandschaft gemeint. Welche „Knoten“ können es demzufolge sein, die im Besonderen zur Entwicklung einer vernetzten Stadtlandschaft beitragen? „Knoten“ bieten Entwicklungs- und Leistungspotenziale einer Stadt – an ihnen kommen Menschen zusammen, es werden Informationen ausgetauscht, Waren und Güter geliefert und mit diesen gehandelt.

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Räumlicher Zusammenhang der Schlüsselmaßnahmen

 

Im Sinne der ausgewiesenen Devise einer nachhaltigen Stadtentwicklung sind Knoten die Orte, die sich unter bestimmten Bedingungen am ehesten eignen, Potenziale zu bündeln und sie mit Hilfe der EU-Förderung auszubauen. Damit verbundene Aktivitäten werden zu einer Schlüsselmaßnahme zusammengeführt. Folgende Schlüsselmaßnahmen ergeben sich für Eisenhüttenstadt aus dem ersten Teil des INSEKs und nach einem aufwändigen Informations- und Beteiligungsprozess:

  1. Vitalisierung der Zentrumsachse (Zentraler Platz-Lindenallee-Citycenter)
  2. Aufwertung des Areals Mielenzhafen/Trockendock
  3. Qualifizierung von Infrastrukturangeboten im zentralörtlichen Kontext
  4. Entwicklung eines Service- und Dienstleistungsstandortes Oderlandstraße
zum PDF-Dokument anklicken [2] Die Schlüsselmaßnahmen setzen sich aus verschiedenen Teilprojekten erster, zweiter oder dritter Priorität zusammen. Die einzelnen Projekte der Schlüsselmaßnahmen und die Priorität, die sie in der Umsetzung besitzen, sind im zweiten Teil des INSEKs einzusehen.

 

„ALLE(e) IN BEWEGUNG”

„EISENHÜTTENSTADT (ver)PACKT ES!”

 


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