Stadtumbaustrategie


Eisenhüttenstadt ist seit 2002 mit der Erarbeitung des Stadtumbaukonzeptes (STUK) und der Aufnahme in das Programm Stadtumbau-Ost fest im landesweiten Stadtumbauprozess verankert. Das städtebaulich-räumliche Leitbild Eisenhütten-stadts hat seither Gültigkeit und gewährleistet einen erfolgreichen Stadtumbau. Dazu gehört in erster Linie die nachhaltige Orientierung auf die Innenstadt als zukunftsfähiger Kern der Stadt und ihre Ortsteile mit eigenen Identitäten.

 Räumliches Leitbild Eisenhüttenstadt [0]

 

 

 

 

Räumliches
Leitbild
Eisenhüttenstadt
Integriertes Stadtentwicklungskonzept,
1. Fortschreibung 2014

Aktuelle Bevölkerungsprognosen des Landes, die tatsächliche Einwohnerent-wicklung [1],die Beobachtung des Wohnungsleerstands  [2]sowie teils nur bedingt vor-hersehbaren Trends und Rahmenbedingen machen eine kontinuierliche Fort-schreibung des Stadtumbaukonzepts erforderlich. Die letzte Fortschreibung der Stadtumbaustrategie  [3]wurde 2014 erarbeitet. Eisenhüttenstadt soll zukünftig als „vernetzte Stadtlandschaft“ mit differenzierten städtebaulich-architek-tonischen Stadträumen, die funktional verbunden sind und in vielfältiger Weise miteinander in Beziehung stehen, entwickelt werden:

WK I - IV Innenstadt


Von besonderer gesamtstädtischer Bedeutung sind dabei die drei Schwerpunktbereiche WK I-IV (Innenstadt mit Zentrum/Lindenallee), der WK VI und der Gemeindeteil Fürstenberg (Oder), die jeweils über eigene Stadtteilversorgungszentren für Handel und Dienstleistungen WK VIsowie über Einrichtungen der sozialen Infrastruktur verfügen. Die Innenstadt hat darüber hinaus insbesondere in Richtung Kanal auch Potenziale für die weitere Entwicklung individueller Wohnungsangebote.

Die Umsetzung des städtebaulich-räumlichen Leitbildes ist angesichts der nur noch begrenzt OT Fürstenbergvor-handenen unsanierten Bestände in Randlagen und des sich dispers entwickelnden Leerstan-des besonders schwierig. Teilweise sind Mieter mehrfach von Abrissplanungen betroffen. Nur durch kooperatives Handeln von Stadt und beiden Wohnungsunternehmen sowie eine intensive Öffent-lichkeitsarbeit kann der Stadtumbau gelingen.

Die räumliche Untersetzung der strategischen Festlegungen schlägt sich in den Gebietskategorien des Stadtumbaus nieder. Seitens des Landes sind folgende Gebietskategorien  [4]vorgegeben:

STUB Zentrale Vorhaben [5]Stadtentwicklungspolitisch fest verankert ist die weitere Stärkung und Aufwertung der Innenstadt mit dem Denkmalbereich WK I bis III sowie des WK IV und der Lindenallee als Zentrum.

Entsprechend sind die WK I bis IV, ergänzt um den östlich angrenzenden Bereich Am Kanal, als Konsolidierungsgebiet dargestellt.

 
Im WK I wird das Projekt GenerationenWohnen für junge, ältere und Familienhaushalte unter Beteiligung beider Wohnungsunternehmen mit dem Ensemble Alte Ladenstraße und den Objekten Karl-Liebknecht-Straße 2-4 (GeWi) und Rosa-Luxemburg-Straße 14-16a (EWG) zum Abschluss gebracht. Durch die GeWi wird im Anschluss mit der Sanierung im westlichen Teil der Straße der Republik (WK III und WK IV) der umfassende Erneuerungsprozess an Wohngebäuden im Denkmalbereich im Wesentlichen beendet.

Fortgesetzt wird die Innenstadtentwicklung unter Beteiligung beider Wohnungsunternehmen im WK IV, der ebenfalls zur Innenstadt gehört und bis Anfang der 2020er Jahre saniert werden soll. Dies ist erforderlich, um die vorhandenen Bestände auch zukünftig vermieten zu können. Bedingung und Ziel ist hier, auch nach der Sanierung preisgünstigen Wohnraum anbieten zu können.

Die Innenstadt mit Teilen des Bereiches Am Kanal und ergänzt um Abrissflächen im WK V sind als Vorranggebiet Wohnen festgelegt. Insbesondere die Brachflächen Am Kanal und die Abrissflächen im WK V bieten ein Potenzial zur Erhöhung des Anteils an individuellem Wohneigentum in der Innenstadt. Mit der Aktivierung dieses Potenzials wird ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Innenstadt allgemein sowie zur nachhaltigen Entwicklung der sozialen Mischung der Einwohnerschaft geleistet. Damit trägt die Entwicklung dieser Flächen auch dazu bei, die Identifikation mit der Innenstadt zu stärken. Beginnend mit der Maxim-Gorki-Straße soll nach Verfügbarkeit von Förder- sowie kommunalen Mitteln ab ca. 2017 der Sanierungsprozess der öffentlichen Flächen im Denkmalbereich fortgesetzt werden. Für das Programm Stadtumbau geht es dabei in erster Linie um die Verkehrs- und Freiflächen.

Im Bereich der sozialen und kulturellen Infrastruktur wird die denkmalgerechte Sanierung des Rathauses fortgeführt. Dieser Prozess erfordert noch weitergehende Aufwendungen, um ein nachhaltiges Ergebnis unter Berück-sichtigung der Barrierefreiheit und des Klimaschutzes zu erreichen.

In der Innenstadt erfolgt noch bis einschließlich 2017 der Abriss von 107 Wohnungen in Objekten der Blockinnenbereiche Puschkinstraße und Querstraße. Im WK V sollen 58 und im WK VI 94 Wohnungen abgerissen werden.


Links:
[0] http://www.eisenhuettenstadt.de/images/4/neu%20Bearbeitung/3_Stadtumbau/STUB_Strategie_Leitbild.jpg
[1] http://www.eisenhuettenstadt.de/images/4/neu%20Bearbeitung/3_Stadtumbau/einwohner.pdf
[2] http://www.eisenhuettenstadt.de/images/4/neu%20Bearbeitung/3_Stadtumbau/Leerstand.pdf
[3] http://www.eisenhuettenstadt.de/images/4/neu%20Bearbeitung/3_Stadtumbau/Stadtumbaustrategie.pdf
[4] http://www.eisenhuettenstadt.de/images/4/neu%20Bearbeitung/3_Stadtumbau/STUB_Strategie_Gebietskategorien.jpg
[5] http://www.eisenhuettenstadt.de/images/4/neu%20Bearbeitung/3_Stadtumbau/STUB_Strategie_Zentrale%20Vorhaben.png